1735: Abraham Darby II baut den ersten Kokshochofen

Darby’s Vater hatte 1708 in Coalbrookdale eine stillgelegte Eisenhütte gepachtet. Aus kleinen Anfängen entwickelte er, später sein Sohn und sein Enkel ein äusserst bedeutendes Werk.

Ohne Holz kein Eisen - das hatte seit der Eisenzeit gegolten. Durch Bevölkerungswachstum und den stark wachsenden Bedarf sowohl der Royal Navy als auch der Handelsflotte war der Bedarf an Holz drastisch gestiegen. Zwar scheint es bei der Historikern keine einheitliche Antwort auf die Frage einer Holzkrise in England zu geben, dennoch waren zumindest steigende Preise für Holzkohle Anlaß für die Darby’s, mit Kohle als Ersatz zu experimentieren.

Selmeier gibt an, das 1735 in Coalbrookdale der erste Hochofen errichtet wurde, der mit Koks betrieben wurde 1.

Vermutlich gelang das auch begünstigt durch niedrigen Schwefelgehalt der eingesetzten Kohle. Bei Paulinyi findet sich eine Aufstellung, derzufolge die Einführung von Kokshochöfen erst ab 1760-1770 deutlich erkennbar wird 2.

Stand: 19.7.2016