1817: James Watt junior befährt mit dem Dampfschiff Caledonia den Rhein

James Watt jr. hatte Mitte Oktober 1817 mit der Caledonia den Ärmelkanal überquert und fuhr dann rheinaufwärts. Am 24. Oktober brach einer der beiden Balanciere (das Schiff hatte zwei Einzylinder-Balanciermaschinen, die auf seitlich angebrachte Schaufelräder wirkten 1). Die Fahrt wurde mit einer Maschine fortgesetzt, doch starke Strömung führte dazu, daß man in Ruhrort (heute Duisburg) festmachte. Watt hatte erfahren, daß es in Sterkrade eine Hütte gäbe.

Behrens zitiert Franz Haniel 2:

… 1817, den 25. November wurde mein Sohn Louis geboren, nemlichen Tages einige Stunden vorher fuhren wir meine Frau und ich noch mit einem Kahn nach dem Englischen Dampfschiff Caledonia um dieses in Augenschein zu nehmen, weil solches das erste Dampfschiff war, welches eine Probefahrt auf dem Rhein machte und wozu wir von Herrn Watt Eigentümer des Schiffes, dessen Maschine eine kleine Reparation bedurfte bei Gelegenheit daß derselbe bei mir zu Mittag speiste, eingeladen waren …

Allerdings bedeutete die “kleineren Reparation” für die junge St. Antony Hütte eine Herausforderung, galt es doch, einen Balancier zu gießen. Das normale Raseneisenerz wurde von Watt als ungeeignet verworfen, Gottlob Jacobi musste Siegerländer Erz verwenden. Der Guß gelang, war jedoch nicht sonderlich maßhaltig, so daß die Nacharbeiten aufwendig wurden. Aber auch die von Watt mitgeführten Ersatzteile mussten bearbeitet werden, ehe die Fahrt fortgesetzt werden konnte 3. In Koblenz angekommen, ging es wieder heimwärts 4.

1817: Karl Drais erhält ein Patent auf seine Laufmaschine

Der deutsche Forstbeamte Karl Drais hat einige Erfindungen gemacht. Seine sicherlich bedeutendste ist das Ur-Fahrrad, in seinem Patent als “Veloziped” bezeichnet, auch als Laufmaschine bekannt oder Drais’ zu Ehren Draisine. Damit wurde zum ersten Mal das Zweiradprinzip, die Bewegung eines Fahrzeugs mit zwei Rädern auf einer Spur, verwirklicht 5.

Stand 25.7.2016