1839: Die Daguerreotypie wird als erste praxistaugliche Fotografie der Pariser Akademie der Wissenschaften vorgestellt

Wohl schon seit 1829 hatte der Franzose Louis Daguerre (1787-1851), fußend auf Vorarbeiten von Niépce, fotografische Verfahren entwickelt 1. Die Daguerreotypie war eine Fotografie auf einer spiegelglatt polierten Metallplatte (meist versilbertes Kupfer). Die entstehenden Unikate waren sehr detailreich. Das Entwickeln war wegen der verwendeten Chemikalien (u.a. Quecksilber und Zyankali) äußerst gesundheitsschädigend.

Portrait von Alfred Krupp mit Vollbart, 1848-52{#fig:1839-1}

Die ersten Aufnahmen dürften Prominenten und Wohlhabenden vorbehalten gewesen sein. So ließ sich Alfred Krupp um 1849 mehrfach von Fotografen in Düsseldorf und Köln ablichten, siehe Bild @fig:1839-1. 1861 gründete Krupp dann eine Photographische Anstalt, siehe [1861: Krupp gründet eine Photographische Anstalt].

1839: James Nasmyth skizziert seinen ersten Steam Hammer

Bei den Vorbereitungen zum Bau der »Great Britain«, des ersten Schiffes aus Eisen mit Propellerantrieb im Atlantikbetrieb, wurde deutlich, dass die berechnete Welle nicht zu schmieden sein würde. Der verantwortliche Ingenieur schrieb an Nasmyth 2:

I find that there is not a forge hammer in England or Scotland powerful enough to forge the intermediate paddleshaft of the engines for the Great Britain! What am I to do? Do you think I might dare to use cast-iron?

Es scheint keinen Schmiedehammer in England oder Schottland zu geben, der leistungsfähig genug wäre, um die Schaufelradwelle für die Great Britain zu schmieden. Was soll ich denn nun machen? Glauben Sie, dass ich es wagen könnte Gusseisen zu nehmen?

Nasmyth skizzierte einen Dampfhammer. Obwohl die Idee gut aufgenommen wurde, kam sie einstweilen nicht zum Einsatz - statt des zunächst projektierten Schaufelradantrieb wurde das Schiff mit Propellerantrieb gebaut.

Patentzeichnung des Dampfhammers{#fig:1839-2 height=12cm}

Noch hatte Nasmyth keinen Hammer gebaut, als er 1842 beim Besuch verschiedener Kunden in Frankreich im Werk der Gebrüder Schneider in Le Creusot eine große Kurbelwelle aus Schmiedeeisen sah. Auf die Frage, wie sie hergestellt worden sei, antwortete der Betriebsleiter: »Sie wurde mit Ihrem Dampfhammer geschmiedet!«

Nasmyth hatte zu diesem Zeitpunkt seinen Hammer noch nicht patentiert, wohl aber seine Ideen und auch seine Skizzen verschiedenen Interessenten und Kunden gezeigt. So war die Idee nach Creusot gekommen und dort hatte man den Hammer gebaut. Nun wurde das Patent innerhalb weniger Wochen eingeholt.

Stand: 31.10.2018