1858: Henri Giffard erhält ein Patent auf den Injektor - eine Dampfstrahlpumpe

Henri Giffard war ein französischer Erfinder und Ingenieur, dem es 1852 gelang, mit einem dampfbetriebenen Luftschiff 28 km weit zu fahren. 1878 baute er für die Weltausstellung in Paris einen Fesselballon, dessen Gondel bis zu 52 Personen fasste und der an einem 600 m langen Seil aufgelassen wurde. 35.000 Menschen sollen so Paris von oben gesehen haben 1.

Ein Bericht über dieses Event findet sich z.B. in der Zeitschrift “Die Gartenlaube” 2. Auch mehrere Fotos sind erhalten, siehe 3.

Giffard konnte seiner Leidenschaft nachgehen, weil er seit 1858 Patente auf eine Dampfstrahlpumpe hielt. Bei den frühen Lokomotiven mußte der Kessel mit mechanischen Kolbenpumpen gespeist werden. Das konnte nur in Fahrt geschehen. Mit dem Giffard’schen Injektor stand nun eine sehr robuste Dampfstrahlpumpe zur Verfügung, die auch bei Stillstand genutzt werden konnte. Der Giffard’sche Injektor wurde zum Ausgangspunkt für eine Vielzahl von Varianten. Jeder Lokomotivheizer beobachtet das “Schlabberrohr” und kontrolliert so die Funktion seines Injektors.

Stand: 21.7.2016